Gelegentlich lassen sich Bilder von Grundrissen in den Formaten  JPG, BMP oder PNG nutzen, um schnell einen richtigen Grundriss einzugeben. Da die Bilder an sich keine Informationen über ihre Ausdehnung haben, gibt es die Funktion “Skalierung anpassen”, mit der Sie eine Strecke in einem Bild oder auch einer 2D DXF Datei mit der Maus ermitteln und numerisch exakt anpassen können. Dazu brauchen Sie innerhalb des Bildes lediglich ein Referenzmaß, das ihnen bekannt ist oder das aus dem Bild herausgelesen werden kann. Das Referenzmaß sollte einen horizontalen oder vertikalen Verlauf haben.

Das Bild wird anschließend passend skaliert. Über diesem Bild, das Sie sozusagen als Blaupause benutzen, werden anschließend mit “richtigen ” Bauelementen Räume bzw. Geschosse eingegeben.

Das folgende Video zeigt in Echtzeit (ca. 10 min) die Eingabe einer Wohnung auf Basis eines Bildes und gibt dabei Tipps, wie Einsatz des Winkelrasters, Übertragen von Eigenschaften, Zoomen mit STRG + UMSCHALT + Mausrad: 

Die Darstellung von Wänden wird durch das Baumaterial der Wandschichten bestimmt. Diese Darstellung können Sie im Dialog Wandeigenschaften auf der Seite Schichtaufbau ändern. Klicken Sie dazu auf das Baumaterial der Wandschicht und wählen Sie die gewünschte 2D Darstellung.  Anschließend kann bei Bedarf der Schichtaufbau und seine Darstellung mit der Funktion “Übertragen von Eigenschaften” anderen Wänden zugewiesen werden.

Die Eingabe einer Wand, die unter einer Treppe abgeschnitten wird, erfolgt mit Hilfe einer polygonalen Wandaussparung in folgenden Schritten:

  • erzeugen Sie die Wand
  • selektieren Sie die Wandseite, auf der die Wandaussparung eingegeben werden soll. Die aktive Seite einer Wand wird in der 2D Draufsicht rot markiert
  • öffnen Sie über das Kontextmenü der rechten Maustaste “Wandansicht erzeugen” eine Schnittansicht, die automatisch genau auf der Wandseite verläuft
  • geben Sie in der Schnittansicht die Wandaussparung ein und entfernen Sie so den unerwünschten Teil der Wand

Das folgende Video zeigt den Ablauf und gibt dabei Hinweise, wie die Wandaussparung einzugeben ist:

Dieses Video zeigt die Eingabe einer Gaube und verschiedene Einstellungen im Dialog, darunter auch die Option “Traufunterbrechung”.

Um ein Pultdach zu erzeugen, müssen lediglich die anderen Dachseiten als Giebelseiten definiert werden. Die verbliebene Dachfläche erstreckt sich dann über das ganze Dach und muss nur noch in der Neigung verändert werden.

Die Darstellung von Dächern läßt sich in den Eigenschaften der 2D Ansicht anpassen. Auf der Seite “Erweitert” finden Sie Optionen für die Darstellung von Schraffuren, Höhenlinien im Dach, geschnittene Darstellung unter Eingabe der Schnitthöhe etc.. Die hier getroffenen Einstellungen gelten für alle Dächer in der 2D Ansicht gemeinsam.

Die Eingabe von Dächern erfolgt entweder über ein Rechteck, polygonal oder über die automatische Konturerkennung. Liegt die Kontur des Daches fest, lassen sich im Dialog alle Seiten einzeln bearbeiten. Die Auswahl der Dachseiten erfolgt entweder in der 3D Ansicht oder über die Baumstruktur des Daches. Unterstützt werden Sie dabei durch das Übertragen von Eigenschaften (Mehrfachkopie) auf andere Dachseiten.

Jede Dachseite kann eine individuelle Höhe annehmen, zugleich läßt sich aber auch das ganze Dach über eine Eingabe in der Höhe verschieben.

Für die Darstellung von Treppen gibt es verschiedene Optionen, die sowohl als Eigenschaft der Treppe im Dialog festgelegt werden, darüber hinaus aber auch für alle Treppen in einer 2D Ansicht gemeinsam in den Eigenschaften der Ansicht.

Das Video zeigt die Einstellmöglichkeiten und ihre Auswirkungen.

Für die Eingabe von Treppen stehen die Varianten gerade Treppe, polygonale Treppe und polygonale Podesttreppe zur Verfügung. Die Eingabe ist zunächst von der Bauart unabhängig, sie legt nur den Verlauf der Treppe fest. Alle Einstellungen für Geländer, Massiv- oder Holztreppe sowie die Optionen für die Treppenaussparung werden nachträglich im Dialog getroffen.

Teile von Fensterkonstruktionen können über die Eingabe von Parametern variabel gestaltet werden, um so nachträglich im Planungsteil der Software in den Teilabmessungen einstellbar zu bleiben. Das Video zeigt die Eingabe von Parametern und ihre Auswirkungen in der Planung.

Alle Bestandteile einer Fensterkonstruktion werden aus Profilen erzeugt, die die Breite und Höhe der Bauteile wie Rahmen, Flügelrahmen, Pfosten und Riegel  und Sprossen beschreiben. Wenn Sie also diese Werte ändern möchten, müssen Sie die Standardprofile bearbeiten oder eigene, neue Profile erzeugen. So können Sie innerhalb der Fensterkonstruktion Bauteile mit unterschiedlichen Abmessungen verwendet werden.

In diesem Video werden einige Beispiele gezeigt, darunter ein Korbbogen, Halbbögen (gespiegelt) und ein polygonaler Flügel mit Parametern.

Das PlugIn Fensterkonstruktion dient dazu, neue und eigene Fenster-Typen zu erstellen, wenn die standardmäßig im Katalog vorhandenen nicht ausreichen. Die Konstruktion eines Fensters erfolgt in einer eigenen Ansicht auf Basis eines einstellbaren Rasters und mit Hilfe vordefinierter Flügelformen. Nach Abschluss der Arbeiten speichern Sie das Fenster im Katalog und können es von dort direkt in der Planung verwenden oder auch für spätere Änderungen wieder im KonstruktionsplugIn laden.

Das Video gibt einen Überblick über die Schritte vom Start des PlugIns bis zum fertigen Fenster:

Türen bestehen in der Regel, Ausnahmen sind manche Haustüren, insbesondere die mit Seitenteilen, sowie Schiebetüren, nur aus dem Türblatt. Die Türblätter sind normale 3D Objekte mit einigen Zusatzinformationen.

Zargen werden bei Bedarf vom Programm errechnet und erzeugt. Ausschlaggebend sind hier die Einstellungen im Tür Dialog für Blockzargen und Umfassungszargen.

Die Öffnungsrichtung von Fenstern und Türen wird bereits während der Eingabe festgelegt. Ausschlaggebend ist hier die Position innerhalb der Wand, abhängig von der Wandachse.

Über das Kontextmenü der rechten Maustaste lassen sich aber sowohl die Öffnungsrichtung als auch die Anschlagseite (bei Türen) schnell ändern.

Die Anschläge von Fenstern ändern Sie über den Eigenschaften Dialog.

Das Video zeigt Beispiele für diese Einstellungen.

Fenster und Fensterkonstruktionen besitzen eigene Kataloge auf die Sie entweder über den Dialog oder auch direkt zugreifen können.

Das Video zeigt, wie Sie während der Eingabe oder auch nachträglich andere Typen auswählen.

Es gibt zwei Arten von Fenster, solche, die aus fertigen 3D Objekten geladen wie andere Einrichtungsgegenstände des Kataloges auch und Fensterkonstruktionen, die aber vom Programm anhand der Einstellungen immer intern neue berechnet werden.

Gerade bei Größenänderungen verhalten sich beide Varianten stark unterschiedlich. Ändere ich die Größe eines “normalen” Fensters aus 3D Objekten, ändern sich alle Bestandteile, so auch der Rahmen, proportional.  Da das meist nicht gewollt ist, verwenden Sie in solchen Fällen stattdessen die Fensterkonstruktionen.

Das Video zeigt das Verhalten beider Fenstertypen.

Auch bei der Eingabe von Fenstern und Türen werden Sie durch die Standardfunktionen wie STRG + W, Konstruktionshilfen wie “Im Abstand von” oder mittige Eingabe unterstützt.

Das Video zeigt einige Beispiele.

Decken verschneiden sich automatisch mit den Wänden. Dabei wird über der Außenkontur eines Geschosses bei aktivierter Automatikdecke (in den Geschosseigenschaften) auch gleich ein Deckenauflager sichtbar. Sie erkennen das in 3D, weil dort die Decken standardmäßig unsichtbar geschaltet sind.

Das Video zeigt darüber hinaus, wie das Deckenauflager automatisch bei mehrschaligen Wandaufbauten gebildet wird.

Eine der Eingabevarianten für Wände ist die einer parallelen Wand. Dazu wählen Sie eine Referenzlinie, auch die einer vorhandenen Wand, und geben anschließend mit einem numerischen Abstand die neue Position ein. Durch die Eingabevariante verläuft die Wand dann automatisch parallel zur Referenzlinie.

Raumbegrenzungen sind eigentliche keine Wände, verhalten sich aber wie diese, d.h. Sie verschneiden sich mit anderen Wandtypen und bilden so auch Räume. Sie können für die Konstruktion auf unterschiedlichen Niveaus (Split Level) genutzt werden aber auch um einfach Räume und Fußböden zu bilden, wo eine Wand eigentlich nicht erwünscht ist.

Eine Eingabevariante bei Wänden ist die mit numerischer Nachbearbeitung. Dabei können Sie entweder eine einzelne Wand, aber auch eine ganze Gebäudekontur eingeben.  In jedem Fall findet nach der Eingabe der “Grobkontur” eine numerische Eingabe statt. Diesen Vorgang starten Sie, indem Sie die Wände eingeben und anschließend ESC drücken. Nur erhalten Sie den Bearbeitungsdialog und können hier exakt die Längen der Wände, bezogen auf die Wandseiten, und ihre Ausrichtung eingeben. Erst wenn Sie die Eingabe über den Dialog abschließen, werden die Wände auch tatsächlich erzeugt. Bis dahin sehen Sie also nur eine Vorschau der Wände.

In den Eigenschaften von Wänden, wie auch bei Decken und Fußböden, finden Sie auch eine Seite für den Schichtaufbau.

Hier können Sie neue Wandschichten mit ihren Eigenschaften wie Dicke, Baumaterial und der daraus resultierenden 2D Darstellung erzeugen. Ganze Wandschichten lassen sich im Katalog zur weiteren Verwendung speichern und können später mühelos geladen und direkt verwendet werden.

Geschosse können mehrere Folien beinhalten, die u.a.  als Ordnungselement dienen können, z.B. alle Hilfslinien auf eine eigene Folie oder auch alle Einrichtungsgegenstände. Mit dem Entstehen eines Geschosses wird in diesem immer eine Folie “Grundriss” angelegt.

Folien haben als Eigenschaft ein eigenes Niveau relativ zum Geschossniveau. Beispiel: Sie haben ein Obergeschoss auf dem Niveau 2,8 m, weil das Erdgeschoss darunter 2,8 m hoch ist. In diesem Obergeschoss haben Sie eine Folie Grundriss mit dem Niveau Null. Null bedeutet aber in diesem Fall die absolute Höhe von 2,8 m, weil sich ja das Obergeschoss auf diesem Niveau befindet. Erzeugen Sie im Obergeschoss eine neue Folie und ändern deren Niveau auf 0,5 m, ist das absolute Niveau der Folie 3,3 m, also 2,8 m + 0,5 m. Alle Elemente, die Sie auf dieser Folie eingeben, “landen” also in 3,3 m Höhe und nicht wie in der Grundrissfolie auf 2,8 m.

Damit können Sie also innerhalb eines Geschosses Ebenen mit unterschiedlichen Niveaus erzeugen. Sollen hier Räume entstehen, ist zu beachten, dass sich Wände auf unterschiedlichen Folien nicht miteinander verschneiden und somit keine Räume bilden. In diesem Fall müssen Sie ggf. Wandkonturen mit dem Wandtyp Raumbegrenzung schließen.

Das Video zeigt ein einfaches Beispiel eines Geschosses mit zwei Räumen auf unterschiedlichen Niveaus.

Räume entstehen automatisch, wenn Wände eine geschlossene Kontur bilden. Mit ihrem Entstehen erzeugen Sie weitere Elemente wie Fußböden und Beschriftungen. Wenn Sie in einen Raum klicken, wird in 2D die 2D Darstellung markiert und in 3D der Fußboden. Öffnen Sie den Eigenschaften Dialog eines Raumes, erhalten Sie alle Einstellungen zu den Beschriftungen, zum Fußboden Aufbau etc.

Das Video zeigt einige wesentliche Optionen, darunter auch das Übertragen von Eigenschaften von einem Raum auf andere.

Für die Bearbeitung von Gebäuden gibt es eine eigene Toolbar in der Bearbeiten Werkzeugleiste. Hierüber können Sie Gebäude oder Geschosse verlängern oder verkürzen, spiegeln, drehen, kopieren oder verschieben.

Das Video zeigt einige Standardfälle und die Vorgehensweise.

Die Höhe eines Geschosses ändern Sie jederzeit über die Geschoss-Eigenschaften im Projektviewer.

Besitzt das Gebäude bereits mehrere Geschosse, hat eine Änderung der Höhe natürlich Auswirkungen auf die anderen Geschosse, die darauf in irgendeiner Weise reagieren müssen. Das Video zeigt die Auswirkungen und die verschiedenen Optionen beim nachträglichen Ändern von Geschosshöhen.

Das Kopieren von Geschossen geschieht über die Schaltflächen des Projektviewers. Zum Kopieren eines Geschosses müssen Sie in der Baumstruktur des Projektes das Gebäude selektieren, in dem sich das zu kopierende Geschoss befindet. Dadurch erhalten Sie zunächst die Schaltflächen “neues Geschoss oberhalb” oder “unterhalb” (des aktuellen, in rot markierten Geschosses).

Über diese Schaltflächen öffnet sich der Dialog “Neues Geschoss….” . Hier können Sie verschiedene Eigenschaften des künftigen Geschosses vordefinieren, z.B. die Höhe und die Stärke von Fußböden und Decken, die Sie natürlich auch jederzeit nachträglich ändern können.

Zusätzlich können Sie auf der Seite “Übernahme” die Inhalte des aktuellen Geschosses (Quellgeschoss) bestimmen, die Sie automatisch in das neue Geschoss übernehmen möchten und zwar detailliert über die gleiche Elementauswahl wie bei den Sichtbarkeiten. 

Auch bei der Bemaßung gibt es verschiedene Eingabevarianten und Typen, darunter auch Höhenbemaßung für Schnittansichten und Bemaßungen in 3D.

Für die Darstellung in 2D gibt es eine Reihe von Darstellungsoptionen und zusätzliche Eigenschaften, wie Nachkommastellen, DIN gerechte Darstellung. Darüber hinaus verwenden Bamaßungen auf  standardmäßig eigene Einheiten. So ist es z.B. möglich, in der Planung in Metern zu arbeiten, die Bemaßungen aber in Millimetern einzugeben und darzustellen. 

Texte von Bemaßungen lassen sich wie alle anderen Texte auch von dem Maß selbst trennen und überschreiben.

Hilfslinien werden oft eingesetzt, um während der Konstruktion “Orientierungspunkte” zu nutzen. Sie verfügen über verschiedene Eingabevarianten wie mittig, parallel im Abstand etc. und eigene Sichtbarkeiten. Zusätzlich können Hilfslinien schnell über die Schaltfläche in der oberen Werkzeugleiste sichtbar und unsichtbar geschaltet werden.